Fugenbreite / Fugentiefe x Länge:
3-7 mm / 15 mm x 7,5lfm
Caparol Fugendichtband BG1
Das Caparol Fugendichtband ist ein vorkomprimiertes, selbstexpandierendes
Dichtband für schlagregensichere Anschluss- und Bewegungsfugen im
Hochbau. Es eignet sich besonders für Anschlüsse von
Wärmedämm-Verbundsystemen an Fenster, Türen, Fensterbänke, Profile und
andere angrenzende Bauteile.
Das graue Band besteht aus flexiblem Polyurethan-Weichschaum mit einer
Acrylat-Dispersionsimprägnierung. Nach dem Einbau expandiert es innerhalb
des vorgesehenen Fugenbereichs und dichtet die Fuge durch dauerhafte
Kompression gegen Schlagregen und Luftdurchgang ab.
BG1-Anschlussabdichtung
Schlagregensicher über 600 Pa
Beanspruchungsgruppe BG1
Luftdicht geprüft
Einseitig selbstklebend
Selbstexpandierend
Für innen und außen
Geeignet für
WDVS-Anschlüsse
Fenster- und Türanschlüsse
Fensterbankanschlüsse
Fassaden- und Holzbau
Fertig- und Mauerwerksbau
Anschluss- und Bewegungsfugen
Nicht einfach einsetzen für
Fugen außerhalb des angegebenen Bereichs
Staunässe oder dauerhaft stehendes Wasser
Ungleichmäßige oder stark beschädigte Fugenflanken
Tragende oder statische Verklebungen
Kontakt mit aggressiven Chemikalien
Ungeprüfte Systemdetails
Die passende Bandgröße ist entscheidend:
Die angegebene Fugenbreite beschreibt den Bereich, in dem das
expandierte Band ausreichend komprimiert bleibt. Ein zu kleines Band
kann die Fuge nicht sicher abdichten. Ein zu großes Band lässt sich
nicht fachgerecht einbauen oder kann aus der Fuge herausquellen.
Immer die maximal zu erwartende Fugenbreite und mögliche
Bauteilbewegungen berücksichtigen.
Welche Variante passt zu deiner Fuge?
15/2–4
Bandbreite: 15 mm
Für Fugen von 2 bis 4 mm
Rollenlänge: 12 m
Für schmale, gleichmäßige Anschlussfugen
15/3–7
Bandbreite: 15 mm
Für Fugen von 3 bis 7 mm
Rollenlänge: 7,5 m
Für mittlere Anschlussfugen
15/5–12
Bandbreite: 15 mm
Für Fugen von 5 bis 12 mm
Rollenlänge: 5 m
Für breitere oder stärker schwankende Fugen
Liegt die tatsächliche Fugenbreite zwischen zwei Varianten oder verändert
sie sich entlang des Anschlusses deutlich, muss die Dimensionierung
objektbezogen erfolgen. Bei stark wechselnden Fugenbreiten können
unterschiedliche Bandgrößen innerhalb einer Fuge notwendig sein.
Was macht das Fugendichtband besonders?
Schlagregensicher
Bei korrekter Auswahl und ausreichender Kompression erreicht das
Band eine Schlagregendichtheit von mehr als 600 Pa nach
EN 1027.
Bewegungsfähig
Der flexible Schaum kann begrenzte Fugenbewegungen und
Längenänderungen angrenzender Bauteile ausgleichen, solange das
Band innerhalb seines vorgesehenen Fugenbereichs bleibt.
Auch nachträglich einsetzbar
Durch die vorkomprimierte Lieferform kann das Band bei geeigneter
Fugengeometrie auch in bereits vorhandene Anschlussfugen
eingesetzt werden.
Passt das Fugendichtband zu deinem Anschluss?
Das Produkt passt, wenn …
eine schlagregensichere Anschlussfuge benötigt wird
die Fugenbreite eindeutig gemessen werden kann
die Fugenflanken weitgehend parallel verlaufen
ein WDVS an ein anderes Bauteil anschließt
eine flexible statt starre Abdichtung benötigt wird
das Band ausreichend komprimiert eingebaut werden kann
Zuerst genauer prüfen, wenn …
die Fugenbreite stark schwankt
größere Bauteilbewegungen erwartet werden
die Fuge dauerhaft Wasser ausgesetzt ist
ein geprüftes Fensteranschlusssystem vorgeschrieben ist
Brandschutzanforderungen über B1 hinaus bestehen
die angrenzenden Materialien unbekannt sind
Die Klebeschicht dichtet die Fuge nicht ab:
Die einseitige Selbstklebeschicht dient in erster Linie zur
Montagefixierung. Die eigentliche Dichtwirkung entsteht durch die
kontrollierte Expansion und dauerhafte Kompression des Bandes
zwischen den Fugenflanken.
Untergrund und Fuge vorbereiten
1. Fugenbreite messen
Die Fuge an mehreren Stellen messen. Für die Auswahl ist nicht
nur die kleinste, sondern insbesondere die größte zu erwartende
Fugenbreite entscheidend.
2. Fugenflanken prüfen
Die Fugenflanken müssen eben, trocken und möglichst parallel
verlaufen. Lose Teile, scharfe Ausbrüche oder große
Niveauunterschiede vorher fachgerecht beseitigen.
3. Gründlich reinigen
Staub, Fett, Öl, lose Rückstände und andere haftungsmindernde
Stoffe vollständig entfernen. Rahmenkonstruktionen bei Bedarf
mit einem geeigneten Universalreiniger säubern.
So wird das Fugendichtband eingebaut
1. Anfang abschneiden
Das erste komprimierte Stück der Rolle sauber und rechtwinkelig
abschneiden. Bereits unkontrolliert aufgegangene oder beschädigte
Bandenden nicht einbauen.
2. Schutzpapier lösen
Das Abdeckpapier der Klebeschicht zunächst nur ungefähr
20 bis 30 cm entfernen. So bleibt die Rolle kontrollierbar und
das Band verklebt nicht vorzeitig.
3. Rückversetzt einkleben
Das Band kantenparallel und etwa 1 bis 2 mm hinter der sichtbaren
Bauteilkante einkleben. Dadurch wird ein späteres Herausquellen
über die Anschlusskante vermieden.
4. Abschnittsweise arbeiten
Das Band abschnittsweise an die geeignete Fugenflanke drücken
und zügig weiterarbeiten, bevor es vollständig expandiert.
5. Leicht stauchen
Das Band unter leichter Stauchung verlegen. Es dürfen jedoch
keine Falten oder Knicke entstehen, weil diese einen
Wasserweg durch die Fuge bilden können.
6. Nicht ziehen
Das Fugendichtband niemals dehnen. Ein gedehnt eingebautes Band
kann sich später zurückziehen und dadurch offene oder
unzureichend abgedichtete Bereiche verursachen.
Bei Holzbauten Stauchreserve einplanen:
Das Band etwa 2 bis 3 % länger als die gemessene Fugenlänge
zuschneiden. Der Dämmstoff beziehungsweise das Bauteil wird
anschließend an den Anschluss gepresst und bis zur sicheren
Befestigung in Position gehalten.
Ecken, Stöße und Kreuzfugen richtig ausführen
Ecken
Das Band niemals einfach um eine Ecke ziehen. An jeder Ecke
getrennte Bandstücke verwenden und die Enden unter leichtem
Druck dicht gegeneinander führen.
Stückelungen
Bandenden rechtwinkelig und stumpf gegeneinander legen. Nicht
anschrägen und keinesfalls überlappend verlegen.
Kreuz- und T-Fugen
Zuerst das Band in der durchgehenden senkrechten Fuge verlegen.
Die übrigen Bänder anschließend von außen an dieses Band
heranführen und dicht anstoßen.
Unterschiedliche oder schwierige Fugen
Wechselnde Fugenbreiten
Bei stark wechselnden Breiten unterschiedliche Banddimensionen
verwenden. Die Übergänge stumpf und unter leichtem Druck
gegeneinander stoßen.
Staubige oder feuchte Fugen
Kann die Klebeschicht nicht ausreichend greifen, das Band
vorübergehend an mehreren Stellen mit geeigneten Keilen sichern.
Die Keile nach vollständiger Expansion wieder entfernen.
Helle Beschichtungen
Bei weißen oder transparenten Dichtstoffen und hellen
Beschichtungen vorab eine Verträglichkeitsprüfung an einer
unauffälligen Stelle durchführen.
Temperatur und Expansion
Mindesttemperatur
Material-, Untergrund- und Umgebungstemperatur dürfen während
des Einbaus und der Expansion nicht unter 5 °C liegen.
Warme Bedingungen
Bei höheren Temperaturen expandiert das Band schneller. Bei
Temperaturen über 25 °C das Material auch auf der Baustelle kühl
lagern und erst unmittelbar vor dem Einbau entnehmen.
Kalte Bedingungen
Bei niedrigen Temperaturen öffnet sich das Band langsamer. Alter,
Lagerung und Materialtemperatur beeinflussen ebenfalls die
Expansionsgeschwindigkeit.
Lagerung geöffneter Rollen
Das Band trocken, eben und im komprimierten Zustand bei 1 bis 25 °C
lagern. Einzelrollen müssen vollflächig aufliegen und dürfen nicht
punktuell belastet, geknickt oder seitlich zusammengedrückt werden.
Geöffnete Kartons beschweren, damit die Rollen nicht seitlich aufgehen
beziehungsweise teleskopieren. Eine beschädigte oder bereits
unkontrolliert expandierte Rolle kann nicht mehr zuverlässig verarbeitet
werden.
Verbrauch
Grundverbrauch
Für einen laufenden Meter Anschlussfuge wird ungefähr ein
laufender Meter Fugendichtband benötigt.
Zuschläge einplanen
Verschnitt, Eckausbildungen, Stöße und die bei Holzbauten
erforderliche Stauchreserve erhöhen den tatsächlichen
Materialbedarf.
Praxisempfehlung
Den gesamten Anschluss einschließlich Ecken und Unterbrechungen
vor der Bestellung ausmessen und eine angemessene Reserve
berücksichtigen.
Häufige Fragen
Welche Bandgröße benötige ich?
Die Variante richtet sich nach der tatsächlichen maximalen
Fugenbreite. Für 2–4 mm, 3–7 mm und 5–12 mm stehen
unterschiedliche Bandgrößen zur Verfügung.
Darf das Band gedehnt werden?
Nein. Das Band wird unter leichter Stauchung verlegt. Dehnen kann
später zu Rückzug, offenen Stoßstellen und einer unzureichenden
Abdichtung führen.
Darf das Band um eine Ecke gelegt werden?
Nein. Für jede Seite ein eigenes Bandstück verwenden und die
Enden an der Ecke stumpf sowie unter leichtem Druck
gegeneinanderführen.
Ist das Band wasserdicht?
Es ist bei fachgerechtem Einbau schlagregensicher, aber nicht für
Staunässe, dauerhaftes Untertauchen oder stehendes Wasser
vorgesehen.
Reicht das Band allein für einen Fensteranschluss?
Nicht pauschal. Das Fugendichtband ist eine Komponente eines
geplanten Fugenabdichtungssystems. Weitere innere oder mittlere
Abdichtungsebenen können abhängig vom Anschlussdetail notwendig
sein.
Kann eine Restrolle später verwendet werden?
Ja, solange sie wieder sicher komprimiert, kühl, trocken und
mechanisch unbelastet gelagert wird. Bereits expandierte oder
beschädigte Abschnitte nicht verwenden.
Technische Daten
Produkttyp: vorkomprimiertes Fugendichtband
Material: Polyurethan-Weichschaum
Imprägnierung: Acrylatdispersion
Farbton: Grau
Standardbreite: 15 mm
Beanspruchungsgruppe: BG1
Einseitig selbstklebend
Schlagregendichtheit: über 600 Pa nach EN 1027
Luftdurchlässigkeit: an ≤ 1,0 m³/[h·m·(daPa)2/3]
Wasserdampfdiffusion: sd-Wert ≤ 0,5 m
Temperaturbeständig: −30 bis +90 °C
Brandverhalten: Baustoffklasse B1
Baustoffverträglichkeit nach DIN 18542
Mindestverarbeitungstemperatur: 5 °C
Verbrauch: ca. 1 lfm je lfm Fuge
Lagerung: trocken, eben und geschützt
Lagertemperatur: 1 bis 25 °C
Lagerfähigkeit: 18 Monate ab Produktionsdatum
15/2–4: 12 m je Rolle
15/3–7: 7,5 m je Rolle
15/5–12: 5 m je Rolle
Nicht mit Lösemitteln reinigen
Nicht für Staunässe geeignet
Montage- und Systemhinweis:
Das Fugendichtband darf nicht gedehnt, überlappend verlegt oder um
Ecken gezogen werden. Die Dichtheit hängt von der richtigen
Banddimension, einer ausreichenden Kompression, sauberen
Fugenflanken und der fachgerechten Einbindung in das jeweilige
Anschlussdetail ab.
Das Band nicht mit lösemittelhaltigen oder aggressiven Chemikalien
behandeln. Bei kritischen angrenzenden Baustoffen, hellen
Beschichtungen oder transparenten Dichtstoffen vorab eine
Verträglichkeitsprüfung durchführen. Die aktuelle technische
Information und die Vorgaben des jeweiligen Fassaden- oder
Fenstersystems beachten.
Caparol Gewebe 645 Glasgewebe 55 m²
Caparol Gewebe 645 ist ein alkalibeständiges Textilglasgitter zur
Herstellung bewehrter Unterputze in Wärmedämm-Verbundsystemen. Es wird
vollständig in die systemzugehörige Armierungsmasse eingebettet und
unterstützt eine gleichmäßige Verteilung von Spannungen innerhalb der
Armierungsschicht.
Das schiebefeste und hoch zugfeste Glasfasergewebe eignet sich außerdem
für systemgerechte Armierungsschichten bei Fassadenrenovierungen auf
rissigen Untergründen. Die Rolle ist 1,10 m breit, 50 m lang und enthält
insgesamt 55 m² orangefarbenes Armierungsgewebe.
Systemgeprüftes Armierungsgewebe
Alkalibeständiges Textilglasgitter
Schiebefest und hoch zugfest
Weichmacherfrei
Maschenweite zwischen 3 und 5 mm
Geprüft nach EAD 040016-00-0404
Geeignet für
Caparol Wärmedämm-Verbundsysteme
Armierte Unterputzschichten
Fassadenrenovierungen
Armierung auf rissigen Untergründen
Manuelle und maschinelle Verarbeitung
Waagrechte und senkrechte Gewebeverlegung
Nicht dafür vorgesehen
Lose Verlegung ohne Armierungsmasse
Direktes Befestigen auf Dämmplatten
Überbrückung von Gebäudedehnfugen
Sanierung aktiver konstruktiver Risse
Ersatz einer fachgerechten Untergrundsanierung
Beliebige Verwendung außerhalb geprüfter Systeme
Armierungsgewebe verhindert nicht automatisch jeden Riss:
Das Gewebe verteilt Spannungen innerhalb einer fachgerecht
ausgeführten Armierungsschicht. Bewegende Gebäudefugen, aktive
konstruktive Risse, ungeeignete Untergründe oder fehlerhaft montierte
Dämmplatten können dadurch nicht dauerhaft saniert werden.
Was macht Caparol Gewebe 645 besonders?
Alkalibeständig
Das Glasfasergewebe ist für die Einbettung in alkalische,
mineralische Armierungsmassen ausgelegt. Dadurch bleiben seine
vorgesehenen mechanischen Eigenschaften innerhalb des
Systemaufbaus erhalten.
Schiebefeste Maschen
Die Maschen bleiben beim Zuschneiden, Einlegen und Glätten
formstabil. Dadurch lässt sich das Gewebe gleichmäßig und ohne
größere Verformungen in die Armierungsmasse einarbeiten.
Hohe Zugfestigkeit
Das Gewebe unterstützt die Armierungsschicht bei der Aufnahme
und Verteilung auftretender Spannungen. Die Gesamtleistung hängt
jedoch vom vollständigen Systemaufbau ab.
Passt das Glasgewebe zu deinem Projekt?
Das Produkt passt, wenn …
eine bewehrte WDVS-Unterputzschicht hergestellt wird
eine passende Caparol Armierungsmasse verwendet wird
die Bahnen mindestens 10 cm überlappt werden können
das Gewebe vollständig eingebettet werden kann
eine systemgerechte Fassadenrenovierung ausgeführt wird
55 m² Rolleninhalt sinnvoll verarbeitet werden können
Zuerst genauer prüfen, wenn …
aktive oder konstruktive Risse vorliegen
Gebäudedehnfugen überquert werden
erhöhte Stoß- oder Schlagbelastungen bestehen
das verwendete Fassadensystem nicht bekannt ist
die vorhandene Armierungsmasse systemfremd ist
der Untergrund feucht oder nicht tragfähig ist
Das Gewebe ist nur ein Bestandteil des Systems:
Dämmstoff, Befestigung, Armierungsmasse, Gewebelage, Schichtdicke,
Grundierung und Oberputz müssen aufeinander abgestimmt sein.
Systemfremde Kombinationen können die geprüften Eigenschaften des
Wärmedämm-Verbundsystems verändern.
Rolle, Abmessungen und Flächenleistung
Rollenbreite
Die Gewebebahn ist 110 cm breit. Die zusätzliche Breite
erleichtert die vorgeschriebene Überlappung benachbarter Bahnen.
Rollenlänge
Eine Rolle enthält 50 laufende Meter Glasgewebe. Bei 1,10 m
Breite ergibt das insgesamt 55 m² Materialfläche.
Fertige Armierungsfläche
Bei einem Verbrauch von 1,1 m² Gewebe je m² Fassadenfläche
reicht eine Rolle rechnerisch für ungefähr 50 m² fertige
Armierungsfläche.
Zuschnitte, Fenster- und Türöffnungen, Gebäudeecken, Detailarmierungen
und zusätzlicher Verschnitt können den tatsächlichen Bedarf verändern.
Die Fassadenfläche deshalb vollständig einschließlich aller Anschlüsse
und Überlappungen planen.
Untergrund und Armierung vorbereiten
1. Fläche kontrollieren
Dämmplatten beziehungsweise Renovierungsuntergrund müssen fest,
trocken, eben und für den vorgesehenen Systemaufbau geeignet
sein. Offene Fugen, Versätze und lose Bereiche vorher
fachgerecht beseitigen.
2. Detailprofile montieren
Kantenschutz-, Anschluss-, Tropfkanten- und andere
systemzugehörige Profile vor der Flächenarmierung fachgerecht
einbauen und deren Gewebefahnen vollständig einbetten.
3. Bahnen zuschneiden
Die benötigten Gewebebahnen vor Beginn passend zuschneiden.
Dabei mindestens 10 cm Überlappung an allen Bahn- und
Profilanschlüssen einplanen.
So wird das Glasgewebe eingebettet
1. Armierungsmasse auftragen
Die systemzugehörige Armierungsmasse vollflächig in
Gewebebahnbreite auftragen. Zunächst ungefähr zwei Drittel der
vorgeschriebenen Mindestschichtdicke vorlegen.
2. Gewebe einlegen
Das zugeschnittene Glasgewebe unmittelbar in die noch frische
Armierungsmasse einlegen. Die Bahn spannungsfrei, gerade und
ohne Falten ausrichten.
3. Gleichmäßig einarbeiten
Das Gewebe mit einer geeigneten Glättkelle vollständig in die
Masse eindrücken. Falten, Blasen, Hohlstellen und hochstehende
Gewebekanten vermeiden.
4. Bahnen überlappen
Benachbarte Bahnen an allen Stößen mindestens 10 cm
überlappend anordnen. Die Überlappung muss vollständig in
Armierungsmasse eingebettet sein.
5. Nass in nass überspachteln
Unmittelbar anschließend weitere Armierungsmasse nass in nass
auftragen und die vorgeschriebene Gesamtschichtdicke
herstellen.
6. Oberfläche glätten
Die Armierungsschicht gleichmäßig abziehen. Das Gewebe muss
vollständig von Armierungsmasse überdeckt sein und darf nicht
frei an der Oberfläche liegen.
Gewebe niemals auf die trockene Fläche legen und nur überspachteln:
Das Glasgewebe muss in eine vollflächig vorgelegte, frische
Armierungsmasse eingebettet werden. Eine lediglich oberflächliche
Überdeckung erzeugt keine fachgerechte Armierungsschicht.
Die richtige Gewebelage
Nach dem Einlegen wird nass in nass so viel Armierungsmasse aufgetragen,
dass das Gewebe – abhängig vom eingesetzten System – mit ungefähr der
Hälfte beziehungsweise einem Drittel der gesamten Schichtdicke
überdeckt ist.
Die genaue Lage des Gewebes und die vorgeschriebene Gesamtschichtdicke
richten sich nach der verwendeten Armierungsmasse und dem jeweiligen
Wärmedämm-Verbundsystem. Die Gewebelage darf deshalb nicht pauschal nur
nach Augenmaß festgelegt werden.
Das Gewebe darf nicht sichtbar bleiben:
Sichtbare Maschen, trockene Gewebestellen oder unmittelbar an der
Oberfläche liegendes Glasgewebe zeigen eine unzureichende
Einbettung. Vor dem Erhärten ausreichend Armierungsmasse
nacharbeiten.
Senkrechte oder waagrechte Verlegung
Senkrechte Bahnen
Das Gewebe kann klassisch in senkrechten Bahnen verarbeitet
werden. Die Bahnen von oben nach unten ausrichten und an den
seitlichen Stößen mindestens 10 cm überlappen.
Waagrechte Bahnen
Eine waagrechte Verlegung entlang der Gerüstlagen ist ebenfalls
möglich und kann insbesondere bei maschinell aufgetragener
Armierungsmasse sinnvoll sein.
Auch bei waagrechter Verarbeitung müssen sämtliche Bahnanschlüsse
mindestens 10 cm überlappt und vollständig in die Armierungsmasse
eingebettet werden.
Anschlüsse an Profile und Detailgewebe
Kantenschutzprofile
Das Flächengewebe auf beiden Seiten mindestens 10 cm über die
bereits eingebetteten Gewebeschenkel des Kantenschutzes führen.
Anschlussprofile
An Fenster-, Tür- und anderen Anschlussprofilen die
vorgeschriebene Gewebeüberlappung des jeweiligen Profils
vollständig einhalten.
Detailarmierungen
Zusätzliche Diagonal-, Eck- oder Sonderarmierungen entsprechend
der Verarbeitungsrichtlinie des eingesetzten Fassadensystems
ausführen.
Häufige Verarbeitungsfehler
Zu geringe Überlappung
Überlappen sich die Bahnen weniger als 10 cm, entsteht ein
geschwächter Übergang innerhalb der Armierungsschicht.
Falten und Blasen
Falten, Luftblasen oder hochstehende Bahnkanten verhindern eine
gleichmäßige Gewebelage und können sich später in der
Fassadenoberfläche abzeichnen.
Gewebe liegt auf der Oberfläche
Eine zu dünne Überdeckung schützt das Gewebe nicht ausreichend
und entspricht nicht der vorgeschriebenen Lage innerhalb der
Armierungsschicht.
Trockene Einbettung
Wird das Gewebe auf bereits angezogene Armierungsmasse gelegt,
verbindet es sich nicht mehr ausreichend mit der vollständigen
Schicht.
Falsche Schichtdicke
Zu dünne oder ungleichmäßige Armierungsschichten verändern die
vorgesehene Gewebelage und können die Systemleistung
beeinträchtigen.
Gewebe auf Spannung
Das Gewebe nicht straff ziehen oder verformen. Es wird
spannungsfrei in die frische Armierungsmasse eingelegt und
flächig geglättet.
Verbrauch und Reichweite
Rolleninhalt
55 m² Glasgewebe je Rolle.
Abmessung: 1,10 × 50 m.
Richtverbrauch
Ca. 1,1 m² Gewebe je m² Armierungsfläche.
Darin ist die reguläre Bahnüberlappung berücksichtigt.
Rechnerische Reichweite
Eine Rolle reicht rechnerisch für ungefähr 50 m² fertige
Armierungsfläche.
Zusätzliche Detailarmierungen und Verschnitt nicht enthalten.
Verarbeitungstemperatur
Mindestens 5 °C
Während der Verarbeitung und der anschließenden Trocknungsphase
dürfen Umgebungs- und Untergrundtemperatur hinsichtlich der
verwendeten Armierungsmasse nicht unter 5 °C absinken.
Armierungsmasse ist maßgeblich
Zusätzlich gelten die Temperatur-, Witterungs- und
Trocknungsvorgaben der tatsächlich eingesetzten
Armierungsmasse. Diese können über die reine Mindestangabe des
Glasgewebes hinausgehen.
Lagerung und Transport
Die Rolle eben und spannungsfrei lagern. Vor direkter und anhaltender
Sonneneinstrahlung, Aufheizung sowie mechanischen Belastungen schützen.
Die Rolle nicht knicken, quetschen oder unter schweren Gegenständen
lagern. Beschädigte, stark verformte oder ausgefranste Gewebebahnen
können sich nicht mehr gleichmäßig in die Armierungsmasse einarbeiten
lassen.
Rollen vor direkter Sonne schützen:
Anhaltende Sonneneinstrahlung kann die Rolle stark aufheizen und
verformen. Das Gewebe bis zur Verarbeitung trocken, eben und
mechanisch geschützt lagern.
Häufige Fragen
Wie groß ist eine Rolle?
Die Rolle ist 1,10 m breit und 50 m lang. Der gesamte
Materialinhalt beträgt 55 m².
Wie viel Fläche kann armiert werden?
Bei 1,1 m² Verbrauch je m² reicht eine Rolle rechnerisch für
ungefähr 50 m² fertige Armierungsfläche.
Wie breit muss die Überlappung sein?
Benachbarte Gewebebahnen müssen an sämtlichen Stößen mindestens
10 cm überlappen.
Kann das Gewebe waagrecht verlegt werden?
Ja. Eine Verlegung entlang der Gerüstlagen ist insbesondere bei
maschineller Verarbeitung möglich. Die 10-cm-Überlappung bleibt
verpflichtend.
Muss das Gewebe vollständig überdeckt sein?
Ja. Es muss vollständig in der Armierungsmasse liegen und darf
nach dem Glätten nicht sichtbar an der Oberfläche verbleiben.
Kann es direkt auf die Dämmplatte getackert werden?
Nein. Das Gewebe wird faltenfrei in die vollflächig vorgelegte
frische Armierungsmasse eingebettet und nicht mechanisch auf der
Dämmplatte befestigt.
Technische Daten
Produkttyp: Textilglasgitter zur Armierung
Produktbezeichnung: Gewebe 645
Anwendung: Wärmedämm-Verbundsysteme
Zusätzliche Anwendung: Fassadenrenovierung
Farbton: Orange
Rollenbreite: 110 cm
Rollenlänge: 50 lfm
Rolleninhalt: 55 m²
Flächenbezogene Masse: über 145 g/m²
Maschenweite: zwischen 3 und 5 mm
Eigenschaften: alkalibeständig und schiebefest
Hoch zugfest
Weichmacherfrei
Systemprüfung: EAD 040016-00-0404
Gewebeüberlappung: mindestens 10 cm
Verbrauch: ca. 1,1 m²/m²
Rechnerische Reichweite: ca. 50 m² je Rolle
Mindesttemperatur: 5 °C
Senkrechte oder waagrechte Verlegung möglich
Lagerung: eben und spannungsfrei
Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen
Vor Aufheizung schützen
Vor mechanischer Belastung schützen
Artikelnummer laut Hersteller: 974883
Verarbeitungs- und Systemhinweis:
Die systemzugehörige Armierungsmasse zunächst vollflächig in
Gewebebahnbreite vorlegen. Das Glasgewebe faltenfrei einlegen,
mindestens 10 cm überlappen und unmittelbar nass in nass vollständig
mit Armierungsmasse überdecken.
Schichtdicke und genaue Gewebelage richten sich nach der verwendeten
Armierungsmasse und dem jeweiligen Wärmedämm-Verbundsystem. Für
Arbeitsschutz, Kennzeichnung und Entsorgung sind zusätzlich die
Vorgaben der eingesetzten Armierungsmasse maßgeblich.
Fugenbreite / Fugentiefe x Länge:
3-7 mm / 15 mm x 7,5lfm
MIXFIX Fugendichtband BG1
Das MIXFIX Fugendichtband BG 1 ist ein vorkomprimiertes, dispersionsgetränktes Fugendichtband, das einseitig selbstklebend ist. Es wurde mit modifiziertem Acrylat imprägniert, um eine hohe Schlagregendichtigkeit nach EN 86 zu gewährleisten. Das Band ist temperaturbeständig von -30°C bis 100°C und eignet sich zur Herstellung eines schlagregensicheren Anschlusses zwischen Wärmedämmverbundsystemen und anderen Bauteilen wie Fenstern, Blech und Holz. Das Band kann einfach und schnell aufgetragen werden und sorgt für eine zuverlässige Abdichtung der Fugen, um die Energieeffizienz zu erhöhen und das Eindringen von Feuchtigkeit und Schadstoffen zu verhindern.
Hinweise und Informationen zur Anwendung, der Lagerung, dem Transport und der Entsorgung unserer Artikel beachte bitte das technische Datenblatt. Verbrauchswerte sind Richtwerte. Mengenrechner dient zur unverbindlichen Orientierung. Alle Empfehlungen dienen zur Unterstützung. Sie entbinden nicht davon, die Produkte grundsätzlich auf Eignung in eigener Verantwortung zu prüfen.
MIXFIX Glasfasergewebe 50m²
Das MIXFIX Glasfasergewebes ist ein vielseitiges und hochwertiges Material, das für die Herstellung bewehrter Unterputze bei MIXFIX Wärmedämm-Verbundsystemen verwendet wird. Es eignet sich auch ideal für die Fassadenrenovierung bei rissigen Untergründen. Das Glasgewebe ist alkalibeständig und schiebefest, was eine zuverlässige Haftung an der Oberfläche gewährleistet. Mit seiner hohen Zugfestigkeit und der weichmacherfreien Zusammensetzung ist das Capatect Glasgewebe besonders langlebig und robust. Die Maschenweite 4 x 4 mm sorgt für eine gleichmäßige und stabile Oberfläche. Das Glasgewebe wurde im System nach EAD 040016-00-0404 geprüft, was seine hohe Qualität und Zuverlässigkeit bestätigt. Vertraue auf MIXFIX WDVS Glasfasergewebe für eine professionelle und langlebige Lösung bei der Wärmedämmung und Fassadenrenovierung.
Produktbeschreibung
Rolle: 50 x 1m
Maschenweite zwischen 4 x 4 mm
Weichmacherfrei
Hoch zugfest
Merkmale
Verhinderung von Putzrisse und Materialversagen
Armierung der WDVS-Dämmschicht
Schutz vor mechanischen Beschädigungen
Verbesserte Festigkeit und Stabilität
Verarbeitung
Die jeweilige systembezogene Armierungsmasse in Bahnenbreite des MIXFIX Glasfasergewebes vollflächig in etwa 2/3 der Mindestschichtdicke auftragen
Das MIXFIX Glasfasergewebes faltenfrei einlegen und benachbarte Bahnen an den Stößen mindestens 10 cm überlappen
Nachfolgend nass-in-nass erneut so viel Armierungsmasse auftragen, dass das MIXFIX Glasfasergewebes mit der Hälfte bzw. einem Drtttel der Gesamtschichtdicke überdeckt ist
Die Schichtdicke und genaue Gewebelage richtet sich nach der jeweiligen Anwendung
Hinweise und Informationen zur Anwendung, der Lagerung, dem Transport und der Entsorgung unserer Artikel beachte bitte das technische Datenblatt. Verbrauchswerte sind Richtwerte. Mengenrechner dient zur unverbindlichen Orientierung. Alle Empfehlungen dienen zur Unterstützung. Sie entbinden nicht davon, die Produkte grundsätzlich auf Eignung in eigener Verantwortung zu prüfen.