PINTASOL-Pigmentpasten 200g:
E WL-21 (Ocker)Oxydgelb
Hochkonzentrierte, bindemittelfreie Pigmentpasten zum Einfärben und Abtönen wässriger und lösemittelhaltiger Beschichtungsstoffe. PINTASOL-Pigmentpasten sind Farbmittel auf organischer und anorganischer Basis: eine wässrige, 1,2-propandiolhaltige Dispersion mit Erd-, Mineral- und Metalloxid-Pigmenten. Sie enthalten kein Bindemittel und sind deshalb nicht pur als Anstrichmittel verwendbar, lassen sich aber leicht einarbeiten und sind untereinander mischbar. E-WL-Typen sind licht- und wetterecht für innen und außen, E-L-Typen nur für Innenanstriche geeignet. Die Pasten sind frost- und wärmebeständig; im Shop gibt es die 200-g-Flasche in zwölf Farbtönen.
Eignung und Zugabemengen
Die maximale Zugabemenge ist je nach Anstrichmittel unterschiedlich und soll 10 % nicht übersteigen; durch die hohe Färbekraft reichen oft geringe Mengen. Abtönbar sind in der Regel Kunstharz-, Kunststoff-, Heizkörper-, Seidenglanz-, Chlorkautschuk- und Hammerschlaglacke, Nitro- und Kombilacke, Alkydharz- und 1K/2K-Acryllacke, Dispersionen, Kunstharzputze, Füller, Vorlacke, Emulsions- und Latexfarben, Wasserdispersionslacke, Spachtel- und Füllstoffe, Lasuren, Beizen und Holzwachse. In aromatenarmen oder aromatenfreien Lacken, in Silikat- und Silikonharzmaterialien, in mineralisch abbindenden Baustoffen, in Isolier- und Absperrfarben, in lösemittelhaltigen Fassadenfarben sowie in Kalk- und Zementbodenfarben nur die Oxyd-Farbtöne verwenden. Nicht alle Beschichtungsstoffe sind abtönbar: Pasten ohne Oxyd-Pigmente sind in lösemittelhaltigen Dispersionen, Pliolite- und Polymerisatharz-Fassadenfarben, elastischen Anstrichmitteln, Polyestern, Polyurethan-Lacken und Einbrennlacken nur bedingt einsetzbar.
Verarbeitung und Abtönen
Ein optimales Ergebnis entsteht durch sorgfältiges Einrühren mit einem Rührgerät. Grundsätzlich sind Vorversuche notwendig, um Unverträglichkeiten mit dem Beschichtungsstoff auszuschließen und Farbstärke sowie Farbton zu bestimmen; Aufreibeproben gehören dazu. Sollte die Paste durch Kälte verdicken oder gefrieren, wird sie bei Raumtemperatur langsam aufgetaut und kurz umgerührt; vorübergehendes Stocken macht sie nicht unbrauchbar. Objekt- und Lufttemperatur nicht unter +5 °C.
Farbtöne und Lichtechtheit
Alle PINTASOL-Farbtöne sind untereinander mischbar. Die Prozentangaben der Farbtonkarte beziehen sich auf Zugabemengen nach Gewicht in einem Weißlack mittlerer Qualität; bei Beschichtungsstoffen mit unterschiedlichem Gehalt an Weißpigmenten ergeben sich trotz gleicher Zugabe unterschiedlich starke Farbtöne. Für Außenanwendungen sind nur die licht- und wetterechten E-WL-Typen vorgesehen; E-L 15 Gelb ist auf Innenanstriche beschränkt.
Sicherheit und Entsorgung
Alle zwölf Farbtöne sind laut Sicherheitsdatenblatt nicht als gefährlich eingestuft; mehrere Töne tragen EUH208 (Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, kann allergische Reaktionen hervorrufen) und EUH210 (Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich). Bei sachgemäßer Verwendung sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich; nicht verschlucken, vor Kindern sichern. Maßgeblich ist das Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Farbtons. Reste nach den örtlichen Vorschriften entsorgen.
Frostfrei, trocken und verschlossen lagern, vor Gebrauch gut schütteln; bei sachgemäßer Handhabung mindestens 36 Monate lagerstabil. Maßgeblich sind das aktuelle Technische Merkblatt (Stand 01/2006), die Anwendungstipps des Herstellers und die Hinweise auf dem Etikett.
Die Spezialverdünnung für Agrosit SB, Agrosit Universal Primer, Agrozinc ES, Agrosit Primer und Agrosit Betoncolor – zum Einstellen der Verarbeitungsviskosität und zum Reinigen der Werkzeuge. Verdünnung 202 von Avenarius Agro ist die vom Hersteller vorgeschriebene Lösemittelverdünnung für die Chlorkautschuk- und Korrosionsschutzanstriche Agrosit Betoncolor, Agrosit SB Schwimmbadfarbe, Agrosit Universal Primer, Agrozinc ES und Agrosit Primer. Laut Technischer Information werden die meisten Produkte des Anstrichmittelprogramms verarbeitungsfertig eingestellt geliefert; die Verdünnung dient dem Verdünnen eingedickten Materials, der Einstellung für bestimmte Verarbeitungsarten wie Airless-Spritzen und der Pinsel- und Gerätereinigung. Der Flammpunkt liegt bei 28 °C.
Verarbeitung und Verdünnung
Bei saugenden Untergründen wie Beton, Putz oder Estrich wird im Allgemeinen der erste Anstrich stärker verdünnt als die Folgeanstriche, die nicht oder nur gering verdünnt werden. Die Verdünnung wird immer in dünnem Strahl beigegeben und gründlich eingerührt. Die in den Technischen Merkblättern der jeweiligen Produkte angegebenen Höchstmengen dürfen nicht überschritten werden, da sonst das Absetzen begünstigt wird und die notwendigen Schichtdicken nicht erreicht werden. In einigen Fällen, etwa beim Airless-Spritzen, ist eine im Produktmerkblatt angegebene Zusatzmenge notwendig; zum Verdünnen eingedickten Materials genügen meist geringe Zugaben von 2 bis 3 %. Für Agrosit SB Schwimmbadfarbe nennt der Hersteller ca. 15 % Verdünnung 202 im ersten Anstrich der Neubeschichtung und maximal 5 % zur Konsistenzeinstellung beim Renovierungsanstrich.
Werkzeugreinigung
Zum Reinigen von Pinseln und Geräten können die jeweils zugeordneten Verdünnungen oder das Universalmittel Reinigungsmittel K verwendet werden; Verdünnung 202 ist laut Technischer Information zugleich das Reinigungsmittel für Agrosit SB, Agrosit Universal Primer und Agrozinc ES.
Sicherheit und Entsorgung
Laut Sicherheitsdatenblatt (Version 4.0 vom 15.02.2023) trägt Verdünnung 202 das Signalwort Gefahr mit den Hinweisen H226 Flüssigkeit und Dampf entzündbar, H304 Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein, H315 Verursacht Hautreizungen, H319 Verursacht schwere Augenreizung, H332 Gesundheitsschädlich bei Einatmen, H335 Kann die Atemwege reizen, H336 Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen, H351 Kann vermutlich Krebs erzeugen, H373 Kann die Organe schädigen bei längerer oder wiederholter Exposition und H411 Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Von Hitze, Funken und offenen Flammen fernhalten, Dampf und Aerosol nicht einatmen, nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden, Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augenschutz tragen, Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Reste gehören zur Sonderabfallverbrennung oder zu Problemstoffsammelstellen; nicht mit dem Hausmüll entsorgen, nicht in die Kanalisation, ins Erdreich oder in Gewässer gelangen lassen, ungereinigte Verpackungen wie das Produkt entsorgen.
Kühl, gut verschlossen und fern von Zündquellen lagern. Maßgeblich sind die Technische Information Nr. 687 (Stand 10/2016), das aktuelle Sicherheitsdatenblatt und die Hinweise auf dem Gebinde.
Farbchips zum Einstreuen in frische Bodenbeschichtungen. DisboADD 8255 sind durchgefärbte, witterungsbeständige Kunststoffflocken in 1–2 mm Größe, die in noch frische Disbon-Bodenbeschichtungen eingestreut werden und der Fläche ein individuelles Dekorbild geben. Das Produkt hieß früher Disbon HS 8255 Fast Chips. Eine Packung enthält 1 kg im Karton.
Der richtige Zeitpunkt
Die Chips werden in frisch aufgetragene, glatte Bodenbeschichtungen eingestreut. Ist eine Entlüftung mit der Stachelwalze nötig, muss sie vor dem Einstreuen erfolgen. Die Hautbildung auf der Beschichtung darf noch nicht eingesetzt haben, sonst binden die Chips nicht ausreichend ein. Geeignet sind alle Disbon-Bodenbeschichtungen.
Einstreuen mit Pistole oder von Hand
Mit der Trichterpistole (Lochgröße 10 mm) werden die Chips mit ca. 2 bar stoßweise in die Fläche geblasen; durch kreisende Bewegung wird die Fläche gleichmäßig bearbeitet. Beim Einstreuen von Hand kleine Mengen hochwerfen und in die Fläche fallen lassen. Materialanhäufungen vermeiden, damit das Bild gleichmäßig wird.
Verbrauch und Farbtöne
Für ein offenes Dekorbild rechnet die Technische Information mit ca. 20 g/m². Höhere Mengen können je nach Farbton zu einem ungleichmäßigen Oberflächenbild und zur Überlagerung der Chips führen. Die vier Standardfarbtöne Dunkelgrau, Hellgrau, Schwarz und Weiß lassen sich in beliebigem Verhältnis mischen.
Hinweise und Entsorgung
Für Kinder unzugänglich aufbewahren; bei Berührung mit den Augen sofort mit Wasser ausspülen. Nicht in Kanalisation, Gewässer oder Erdreich gelangen lassen. Bei der Verarbeitung gelten die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden. Nur restentleerte Verpackungen zum Recycling geben, Reste als gemischte Bau- und Abbruchabfälle entsorgen.
Angaben zur Lagerung enthält die Technische Information nicht; für Kinder unzugänglich aufbewahren. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information (Nr. 8255, Stand Februar 2021) und die Hinweise auf dem Gebinde.
Beschleuniger für Epoxidharz-Bodenbeschichtungen von Disbon. DisboADD 903 basiert auf einem tertiären Polyamin und wird laut Technischer Information DisboFLOOR 460, 461, 462, 465 SL, 475 SL, 475 OS, 495 AS und 498 ESD zugegeben. Er verkürzt die Aushärtung und damit die Wartezeiten zwischen den Arbeitsgängen; die Flächen sind früher mechanisch belastbar. Das transparente Produkt ist nur für gewerbliche Anwender bestimmt.
Dosierung nach Produkt und Gebinde
Die Zugabemenge ist je Produkt begrenzt. Beispiele aus der Technischen Information: DisboFLOOR 462 höchstens drei Kanister auf 25 kg und höchstens ein Kanister auf 10 kg, DisboFLOOR 465 SL höchstens ein Kanister auf 30 kg, DisboFLOOR 475 SL, 475 OS, 495 AS und 498 ESD höchstens zwei Kanister auf 30 kg. Die vollständige Tabelle steht in der Technischen Information, die Höchstmengen sind einzuhalten. Trocknung, Wartezeiten und Beschichtungsaufbau richten sich nach der Technischen Information des jeweiligen Beschichtungsprodukts.
Anmischen in der richtigen Reihenfolge
Der Beschleuniger wird zunächst dem Härter zugegeben und mit einem langsam laufenden Rührwerk (400 U/min) gemischt. Danach kommt der Härter zur Grundmasse und wird intensiv eingemischt, bis eine homogene, schlierenfreie Masse entsteht. Anschließend in ein sauberes Gefäß umfüllen und nochmals gründlich durchmischen, das sogenannte Umtopfen.
Verarbeitungsbedingungen
Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur mindestens 10 °C und höchstens 30 °C, relative Luftfeuchte nicht über 80 %, Untergrundtemperatur mindestens 3 °C über dem Taupunkt. Werkzeuge sofort nach Gebrauch und bei Arbeitsunterbrechungen mit Disboxid 499 Verdünner reinigen. Die Disbon Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sind zu beachten.
Vergilbung, Sicherheit und Entsorgung
Die Zugabe verstärkt laut Technischer Information die Vergilbungsneigung der Beschichtung, ohne die Funktion zu beeinflussen. Das Produkt verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden und ist gesundheitsschädlich beim Verschlucken; Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augen- oder Gesichtsschutz sind zu tragen. Giscode RE 30. Materialreste mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen; nicht ausgehärtete Reste und ungereinigte Verpackungen sind gefährlicher Abfall.
Kühl, trocken und frostfrei lagern. Originalverschlossene Gebinde sind mindestens 12 Monate lagerstabil. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information und die Hinweise auf dem Gebinde.
Feuergetrockneter Kristallquarzsand 0,1 bis 0,4 mm zum Absanden von Grundierungen und Beschichtungen sowie für Antirutsch-Beschichtungen und Verlaufmörtel. DisboADD 942 Quarzsandmischung ist laut Herstellerseite ein feuergetrockneter Kristallquarzsand mit einer Korngröße von 0,1 bis 0,4 mm. Er dient zum Absanden frischer Grundierungen und Beschichtungen sowie zur Herstellung von Antirutsch-Beschichtungen und Verlaufmörteln und ist als Ergänzungsprodukt Bestandteil der Disbon Bodenbeschichtungssysteme für Industriefußböden und Parkbauten. Geliefert wird der Sand im 25-kg-Sack.
Ausführung und Material
Der Sand besteht aus feuergetrocknetem Kristallquarz, der durch die Trocknung frei von Feuchtigkeit ist und sich dadurch für reaktive Epoxid- und Polyurethanharze eignet. Die enge Korngruppe von 0,1 bis 0,4 mm ergibt beim Einstreuen feine, gleichmäßig raue Oberflächen und beim Einmischen in Harze fließfähige Verlaufmörtel.
Einsatz und Verarbeitung
Beim Absanden wird der Sand in die frische Grundierung oder Beschichtung eingestreut, damit nachfolgende Schichten sicher haften oder eine rutschhemmende Oberfläche entsteht; loser Sand wird nach dem Aushärten abgekehrt. Für Verlaufmörtel und Antirutsch-Beschichtungen wird der Sand im Verhältnis eingemischt, das die Technische Information des jeweiligen Disbon Beschichtungsprodukts (z. B. DisboXID- oder DisboFLOOR-Systeme, System-Merkblatt OS 8) vorgibt; Mischungsverhältnisse und Verbrauchsmengen sind dort produktbezogen festgelegt.
Sicherheit und Entsorgung
Laut Sicherheitsdatenblatt (Datum der letzten Ausgabe 23.06.2021) ist der Sand keine gefährliche Substanz oder Mischung; zusätzliche Kennzeichnung EUH210 Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Er enthält Quarz (SiO2), für dessen atembaren Staub ein Arbeitsplatzgrenzwert von 0,1 mg/m³ gilt: Staubentwicklung vermeiden, bei Staubbildung Atemschutz tragen. Reste trocken lagern und gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen.
Trocken lagern. Maßgeblich sind die Angaben der Herstellerseite, das Sicherheitsdatenblatt und die Technischen Informationen der verwendeten Disbon Beschichtungsprodukte.
Feuergetrockneter Kristallquarzsand mit abgestufter Sieblinie bis 2 mm als Zuschlag für Epoxidharz-Mörtelbeläge. DisboADD 946 Quarzsandmischung ist laut Herstellerseite ein feuergetrockneter Kristallquarzsand mit einer speziell abgestuften Sieblinie zur Herstellung von Epoxidharz-Mörtelbelägen. Die abgestimmte Kornverteilung ergibt beim Anmischen mit Disbon Epoxidharz-Bindemitteln dichte, gut verdichtbare Mörtel für Ausgleichs- und Reparaturschichten sowie Mörtelbeläge in Industriefußbodensystemen. Geliefert wird der Sand im 25-kg-Sack.
Ausführung und Material
Der Sand besteht aus feuergetrocknetem Kristallquarz und ist dadurch frei von Feuchtigkeit, was für die Verarbeitung mit reaktiven Epoxidharzen Voraussetzung ist. Die speziell abgestufte Sieblinie kombiniert feine und grobe Körner, sodass die Hohlräume im Mörtel gefüllt werden und ein dichter, druckfester Belag entsteht.
Einsatz und Verarbeitung
Der Sand wird nach den Vorgaben der Technischen Information des jeweiligen Disbon Epoxidharz-Bindemittels in das gemischte Harz eingerührt und als Mörtel aufgezogen und verdichtet; Mischungsverhältnis, Schichtdicke und Verbrauch sind dort produktbezogen festgelegt. Der Mörtel eignet sich für Mörtelbeläge, Ausgleichsschichten und Reparaturen in Industriefußbodensystemen.
Sicherheit und Entsorgung
Laut Sicherheitsdatenblatt (Datum der letzten Ausgabe 27.07.2021) ist der Sand keine gefährliche Substanz oder Mischung; zusätzliche Kennzeichnung EUH210 Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Er enthält Quarz (SiO2), für dessen atembaren Staub ein Arbeitsplatzgrenzwert von 0,1 mg/m³ gilt: Staubentwicklung vermeiden, bei Staubbildung Atemschutz tragen. Reste trocken lagern und gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen.
Trocken lagern. Maßgeblich sind die Angaben der Herstellerseite, das Sicherheitsdatenblatt und die Technischen Informationen der verwendeten Disbon Bindemittel.
Microvollglaskugeln der Körnung 180 bis 300 µm als rutschhemmender Zusatz für die DisboXID 422 2K-EP-Versiegelung. DisboADD 947 Glasperlen (SlideStop) sind laut Herstellerseite Microvollglaskugeln, die Disbon Versiegelungen als rutschhemmender Zusatz beigemischt werden. Die Ausführung Medium mit 180 bis 300 µm ist der Zusatz für die DisboXID 422 2K-EP-Versiegelung; daneben führt der Hersteller SlideStop Fine (75 bis 150 µm) für Disbon 405 1K-Acryl-Versiegelung sowie DisboPUR W 458 und W 459 und SlideStop Rough (250 bis 420 µm) für DisboTHAN 446 1K-PU-Versiegelung und DisboXID 422. Die transparenten Vollglaskugeln erhöhen die Griffigkeit der Oberfläche, ohne das Erscheinungsbild der Versiegelung wesentlich zu verändern.
Ausführung und Material
SlideStop besteht aus transparenten Microvollglaskugeln, keine Hohlkugeln, die beim Einmischen in die Versiegelung an der Oberfläche eine feine, gleichmäßige Rauheit erzeugen. Die drei Körnungen Fine, Medium und Rough sind auf die Schichtdicken und Bindemittel der zugehörigen Disbon Versiegelungen abgestimmt; Medium ist dem 2K-Epoxidharz DisboXID 422 zugeordnet.
Einsatz und Verarbeitung
Die Glasperlen werden in der Menge, die die Technische Information der jeweiligen Versiegelung vorgibt, in das angemischte Material eingerührt und während der Verarbeitung durch regelmäßiges Aufrühren in der Schwebe gehalten, damit die Rutschhemmung gleichmäßig ausfällt. Die Versiegelung wird anschließend wie im Produktdatenblatt beschrieben aufgetragen; die erzielte Rutschhemmungsklasse hängt von Zugabemenge, Körnung und Auftragsart ab und ist bei Bedarf an einer Probefläche zu prüfen.
Sicherheit und Entsorgung
Laut Sicherheitsdatenblatt (Datum der letzten Ausgabe 23.06.2021, Ausführung Rough) sind die Glasperlen keine gefährliche Substanz oder Mischung; zusätzliche Kennzeichnung EUH210 Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich. Staubentwicklung beim Umfüllen vermeiden; Reste trocken lagern und gemäß den örtlichen Vorschriften entsorgen.
Trocken lagern. Maßgeblich sind die Angaben der Herstellerseite, das Sicherheitsdatenblatt und die Technischen Informationen der verwendeten Disbon Versiegelungen.
Durchgefärbte Kunststoff- und Glimmerchips zum Einstreuen in frische Disbon-Bodenbeschichtungen. DisboADD 948 (bisherige Bezeichnung Disboxid 948 Color-Chips) dient der individuellen Oberflächengestaltung von Bodenbeschichtungen auf Epoxid- oder Polyurethanharzbasis. Die Chips sind 2 bis 4 mm groß und in den Standardfarbtönen Weiß, Schwarz, Hellgrau, Dunkelgrau, Glimmer Gold und Glimmer Silber erhältlich, die sich in beliebigem Verhältnis mischen lassen.
Untergrund und richtiger Zeitpunkt
Die Chips werden in die frisch aufgetragene, glatte Beschichtung eingestreut. Eine eventuell nötige Entlüftung mit der Stachelwalze muss davor erledigt sein, und die Hautbildung auf der Beschichtung darf noch nicht eingesetzt haben – sonst binden die Chips nicht ausreichend ein. Nicht eingesetzt werden dürfen die Farbchips bei ESD-, Antistatik- und WHG-Systemen.
Einstreuen von Hand oder mit der Pistole
Mit der Trichterpistole (Lochgröße 10 mm) werden die Chips mit ca. 2 bar stoßweise in die Fläche geblasen; durch kreisende Bewegung wird die Fläche gleichmäßig bearbeitet. Beim Einstreuen von Hand kleine Mengen hochwerfen und in die Fläche fallen lassen. Materialanhäufungen vermeiden, damit ein gleichmäßiges Erscheinungsbild entsteht.
Verbrauch
Für ein offenes Dekorbild nennt die Technische Information ca. 20–40 g/m². Höhere Mengen können je nach Farbton zu einem ungleichmäßigen Oberflächenbild und zur Überlagerung der Chips führen.
Versiegelung nach dem Einstreuen
Nach ausreichender Wartezeit wird die abgechipste Fläche im Innenbereich mit DisboPUR W 458, DisboPUR W 357 oder DisboXID 422 gemäß deren Technischer Information versiegelt, im Außenbereich mit DisboTHAN 446 oder DisboPUR 309. Glimmer-Chips müssen nicht versiegelt werden. Bei der Verarbeitung sind die Bautenschutz-Verarbeitungshinweise sowie die Caparol Reinigungs- und Pflegehinweise für Fußböden zu beachten.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren; Reste unter Beachtung der örtlichen behördlichen Bestimmungen entsorgen. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information und die Hinweise auf dem Gebinde.
Pulverförmiges Griffigkeitsmittel, das dem letzten Anstrich zugegeben wird und eine Rutschhemmklasse nach DIN 51130 ermöglicht. Additiv R ist ein Zusatz für ausgewählte Jansen Bodenbeschichtungen und Markierungsfarben. In den Schlussanstrich eingerührt, erhöht es die Rutschhemmung der Oberfläche – mit Aqua 2K-Boden Siegel und ISO-TPL Treppen- und Parkettlack wird laut Merkblatt die Klasse R11 erreicht. Durch die Rundheit des Griffigkeitsmittels bleiben die typischen Nachteile rutschgehemmter Flächen, also stärkere Verschmutzungsneigung und schwierigere Reinigung, auf ein Minimum reduziert.
Geeignete Produkte und Rutschhemmung
Additiv R ist für die im Merkblatt genannten Jansen Produkte vorgesehen; welche Rutschhemmklasse erreicht wird, hängt vom Beschichtungssystem ab – Aqua 2K-Boden Siegel und ISO-TPL Treppen- und Parkettlack erreichen mit Additiv R die Klasse R11 nach DIN 51130. Für Untergrundvorbereitung und Anstrichaufbau gelten die Technischen Merkblätter der einzelnen Produkte; Vorbereitung und Ausführung müssen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen (BFS-Merkblätter, VOB Teil C, DIN 18363).
Verarbeitung und Dosierung
Grundiert wird mit dem jeweiligen Produkt ohne Additiv, wie im zugehörigen Merkblatt beschrieben. Dem letzten Anstrich werden 10 % Additiv R zugegeben und gut durchgerührt; zwischendurch und bei längeren Arbeitspausen ist das Material immer wieder aufzurühren, damit sich das Pulver nicht absetzt. Aufgetragen wird durch Streichen oder Rollen. Vor der Verarbeitung ist ein Probeanstrich anzulegen.
Aufbringmenge und Optik
Die im Merkblatt des Beschichtungsprodukts genannte Aufbringmenge des Schlussanstrichs muss eingehalten werden, damit das Griffigkeitsmittel seine volle Wirkung entfaltet. Auf sorgfältige Verteilung des Anstrichs ist zu achten; eine absolut gleichmäßige Optik ist gerade auf größeren Flächen dennoch nicht erreichbar. Additiv R unterliegt keiner VOC-Kategorie. Laut Sicherheitsdatenblatt (Stand 08/2025) ist das Produkt nicht als gefährlich eingestuft.
Trocken lagern. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information (Technisches Merkblatt, Stand 01/2026), die Merkblätter der jeweiligen Beschichtungsprodukte und die Hinweise auf dem Gebinde.
Universal-Abtönkonzentrat in der 20-ml-Flasche – zum Abtönen von Dispersionen, Lacken, Lasuren und vielen anderen Anstrichmitteln. MIXOL Universal-Abtönkonzentrate sind hochkonzentrierte Farbpasten ohne Bindemittel; sie werden dem Anstrichmittel zugegeben und sind nicht pur verwendbar. Die Konzentrate lassen sich in wässrige und lösemittelhaltige Systeme einarbeiten, sind untereinander mischbar und weitgehend frost- und hitzebeständig. Die Typenbezeichnung auf dem Etikett zeigt die Eignung: LW-Typen und LW-Oxyd-Typen sind licht- und wetterecht für innen und außen, L-Typen sind nur für Innenanstriche geeignet. Im Shop stehen die Farbtöne Nr. 1 bis Nr. 27 zur Wahl.
Eignung und Zugabemengen
Die maximale Zugabemenge hängt vom Anstrichmittel ab und soll 10 % nicht übersteigen: Dispersionen ca. 10 %, Lacke ca. 5–8 %, Acryl-Lacke ca. 6 %, farblose Anstriche, Lasuren, Beizen und Holzwachse ca. 3–5 %, Silikat- und Silikonharzfarben und -beschichtungen 3 %. In aromatenarmen oder aromatenfreien Lacken, in Silikonharzbeschichtungen, Silikatfarben und anderen mineralisch abbindenden Materialien dürfen nur die LW-Oxyd-Typen verwendet werden (roter Flaschenverschluss). Farbtöne, die keine LW-Oxyd-Typen sind, sind in lösemittelhaltigen Dispersionen und Fassadenfarben auf Pliolit- oder Polymerisatharzbasis, elastischen Anstrichmitteln, Polyestern, Polyurethan-1K- und -2K-Lacken sowie Einbrennlacken nur bedingt einsetzbar. Die Übersicht „Anwendungsgebiete MIXOL-Abtönpasten" des Herstellers listet die Eignung je Beschichtungsstoff.
Verarbeitung und Abtönen
Vor Gebrauch kräftig aufschütteln und die Flasche nach der Entnahme verschlossen aufbewahren; so bildet das Konzentrat weder Haut noch Klumpen und bleibt lange verwendungsfähig. Nach Lagerung unter Frost bei Raumtemperatur lagern und aufschütteln. Besonders im Lackbereich lässt sich MIXOL von Hand schwer einrühren, deshalb grundsätzlich mit einem Rührgerät (zum Beispiel Bohrmaschine mit Flügelrührer) kräftig einrühren. In jedem Fall eine Verträglichkeitsprüfung mit der „Aufreibe-Probe" machen: getönte Farbe aufstreichen und sofort mit dem Finger kräftig reiben – wird der Farbton dunkler, ist das Konzentrat nicht richtig eingerührt oder unverträglich; nochmals rühren und den Test wiederholen. Erst tönen, dann verdünnen.
Farbtöne und Lichtechtheit
Die Farbtöne Nr. 6 Maisgelb, Nr. 7 Pirolgelb, Nr. 10 Rot und Nr. 18 Orange (L-Typen) sind nicht für die Außenanwendung geeignet; als Alternative empfiehlt der Hersteller im Außenbereich Nr. 26 Echt-Gelb und Nr. 27 Echt-Rot. Nr. 25 Weiß ist ein Weiß-Konzentrat für Holzanstrichmittel und Transparentlacke. Die Prozentangaben der Farbtonkarte beziehen sich auf die Zugabe nach Gewicht in einem Weißlack mittlerer Qualität; bei Weißqualitäten mit unterschiedlich hohem Titandioxid-Gehalt ergeben sich trotz gleicher Zugabemenge unterschiedlich starke Farbtöne. Licht- und Wetterechtheit wurden vom Hersteller in PVAC-Dispersion mit 5000 Stunden Xenotest-Belichtung bzw. vier Jahren Bewitterung geprüft; die Werte je Farbton stehen in der Lichtechtheitstabelle.
Sicherheit und Entsorgung
Die meisten Farbtöne sind laut Sicherheitsdatenblatt nicht als gefährlich eingestuft (EUH208: Enthält 1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on, kann allergische Reaktionen hervorrufen; EUH210: Sicherheitsdatenblatt auf Anfrage erhältlich). Nr. 10 Rot und Nr. 18 Orange tragen zusätzlich H412: Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung; Nr. 25 Weiß zusätzlich EUH211 (beim Sprühen können gefährliche lungengängige Tröpfchen entstehen). Maßgeblich ist das Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Farbtons. Für Kinder unzugänglich aufbewahren; Reste nicht in die Kanalisation gelangen lassen und nach den örtlichen Vorschriften entsorgen.
Verschlossen lagern; weitgehend frost- und hitzebeständig. Maßgeblich sind die aktuellen technischen Hinweise des Herstellers (Allgemeine Anwendertipps, Stand 07/2008; Anwendungsgebiete 2021) und die Hinweise auf dem Etikett.