Alkalibeständiges Armierungsgewebe für Capatect Wärmedämm-Verbundsysteme. Capatect Gewebe 645 ist ein schiebefestes, hoch zugfestes Textilglasgitter, das in die Armierungsmasse eingebettet wird und so den bewehrten Unterputz im WDVS herstellt. In der Fassadenrenovierung wird es auch für Armierungsschichten auf rissigen Untergründen eingesetzt. Eine Rolle ist 110 cm breit und 50 lfm lang, das ergibt 55 m².
Einbetten in die Armierungsmasse
Die systembezogene Armierungsmasse wird in Bahnenbreite des Gewebes vollflächig in etwa zwei Dritteln der Mindestschichtdicke aufgetragen. Das Gewebe wird faltenfrei eingelegt; benachbarte Bahnen überlappen an den Stößen mindestens 10 cm. Anschließend wird nass-in-nass so viel Armierungsmasse nachgetragen, dass das Gewebe mit der Hälfte bzw. einem Drittel der Gesamtschichtdicke überdeckt ist. Schichtdicke und genaue Gewebelage richten sich nach der jeweiligen Anwendung.
Längs oder quer verlegen
Das Gewebe kann auch quer verlegt werden, also entlang der Gerüstlagen, was sich vor allem bei maschineller Verarbeitung anbietet. Auch dann muss die Überlappung von mindestens 10 cm sichergestellt sein. Generell gilt die Verarbeitungsanleitung für Capatect Wärmedämm-Verbundsysteme und Zubehör.
Temperatur und Verbrauch
Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen Umgebungs- und Untergrundtemperatur hinsichtlich der Armierungsmasse nicht unter +5 °C absinken. Der Verbrauch ist mit 1,1 m² Gewebe je m² Fläche angegeben. Die Eignung für den jeweiligen Anwendungsfall ist laut Hersteller durch Eigenversuche zu prüfen.
Eigenschaften des Gewebes
Das Gewebe ist alkalibeständig, schiebefest, hoch zugfest und weichmacherfrei. Das Flächengewicht liegt über 145 g/m², die Maschenweite zwischen 3 und 5 mm. Die Prüfung erfolgte im System nach EAD 040016-00-0404.
Geschützt vor direkter, anhaltender Sonnenbestrahlung, vor Aufheizung und vor mechanischer Belastung lagern, eben und spannungsfrei. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information (Stand 10/2024) und die Hinweise auf dem Gebinde.
Pastöser Dispersionskleber für Dämmplatten auf ebenen Platten- und Holzuntergründen. Der Capatect Rollkleber 615 (Spachteltype) ist ein verarbeitungsfertiger, faserverstärkter Vielzweckkleber auf Kunstharzdispersionsbasis. Er verklebt im Capatect WDVS EPS-Dämmplatten, vorbeschichtete Mineralwolle-Dämmplatten und Hanf auf Gipsfaserplatten, putzgrundierten Holzspanplatten und ähnlichen ebenen Untergründen. Mit 10 % Zementzugabe eignet er sich laut TI auch für die Sanierung auf alten, tragfähigen organischen Beschichtungen.
Untergrund und Vorbereitung
Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, tragfähig, frei von trennenden Substanzen und schwach saugend sein. Glatte Untergründe wie ungeschliffene OSB-Platten brauchen eine Grundierung mit Capatect Putzgrund oder Capatect MultiPrimer. Für stark saugende Untergründe ist der Rollkleber nicht geeignet. Tragfähige organische Anstriche werden vor dem Verkleben aufgeraut.
Auftrag mit Zahnkelle oder Maschine
Beim Zahnkellenauftrag wird der Kleber zunächst gleichmäßig auf den putzgrundierten Untergrund aufgetragen und danach mit einer 4 x 4 mm Zahnkelle durchgekämmt. Der maschinelle Auftrag mit Förderpumpe ist vor allem für die waagrechte Verarbeitung im Fertighausbereich gedacht. Es wird nur so viel Kleber vorgelegt, wie unmittelbar mit Platten belegt werden kann. Die Platten werden mit leicht schiebender Bewegung fest angedrückt, und die Verklebung erfolgt stets im Verband. Auf Holzuntergründen ist eine Verdübelung zwingend, und zwar noch ins nasse Kleberbett.
Zementzugabe für organische Altbeschichtungen
Für höhere Auftragsstärken und für die Verklebung auf tragfähigen organischen Beschichtungen wird der Rollkleber mit maximal 10 Gewichtsprozent Zement CEM II 42,5N klumpenfrei angemischt (Rührwerk max. 400 U/min). Der Auftrag erfolgt dann in der Rand-Wulst-Punkt-Methode: ein etwa 6 cm breiter Streifen am Rand und drei handtellergroße Punkte in der Mitte, sodass mindestens 40 % der Plattenfläche Kontakt zum Kleber haben. Unebenheiten bis ±1 cm lassen sich im Kleberbett ausgleichen.
Trocknung und Witterung
Der Kleber bindet rein physikalisch ab, die Trocknung hängt stark von der Saugfähigkeit des Untergrundes ab. Während Verarbeitung und Trocknung dürfen Umgebungs- und Untergrundtemperatur nicht unter +5 °C sinken. Nicht auf sonnenaufgeheizten Flächen, bei Regen, hoher Luftfeuchte oder starkem Wind arbeiten; bei Regengefahr mit Planen abhängen. Werkzeuge sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.
Kühl und frostfrei lagern. Im original verschlossenen Gebinde 12 Monate lagerfähig. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information und die Hinweise auf dem Gebinde.
Zweikomponentige Klebe- und Armierungsmasse für den Sockel- und Perimeterbereich. Capatect Sockelflex Carbon ist carbonfaserverstärkt, alkalibeständig, sehr elastisch und beständig gegen Frost-Tau-Wechsel mit Tausalzangriff. Die Masse eignet sich speziell auf bituminösen Untergründen zum Verkleben und Armieren von EPS- und XPS-Dämmplatten, als Feuchteschutz, als Spachtellage und als Dichtanstrich auf Strukturputzen im Sockelbereich bis 30 cm unter und 5 cm über Niveau.
Untergrund und Vorbereitung
Der Untergrund muss trocken, sauber, eben, tragfähig und frei von haftmindernden Rückständen sein. Bituminöse Untergründe müssen ausreichend abgelüftet und durchgetrocknet sein. Eine bauseitige Feuchtigkeitsabdichtung ist Voraussetzung.
Anmischen der beiden Komponenten
Gemischt wird 1 Gewichtsanteil Pulver in 1 Gewichtsanteil flüssige Komponente. Teil A vorlegen, Teil B mit elektrischem Rührgerät klumpenfrei und homogen einmischen, dabei keine Luft einschlagen. Zum Spachteln ist eine Wasserzugabe von max. 2 % auf die Gesamtmenge möglich. Für den Feuchteschutz-Anstrich wird mit max. 8 % Wasser auf Streichkonsistenz eingestellt.
Kleben und Armieren
Dämmplatten werden in der Rand-Wulst-Punkt-Methode verklebt: umlaufend ein ca. 6 cm breiter Randstreifen plus drei handtellergroße Batzen je Platte, sodass mindestens 40 % Klebekontaktfläche erreicht werden. Unebenheiten bis ±1 cm lassen sich im Kleber ausgleichen. Beim Armieren wird die Masse in Bahnenbreite aufgezogen, das Capatect Glasgewebe mit mind. 10 cm Überlappung eingedrückt und nass-in-nass überspachtelt. Mindestschichtdicke des Unterputzes: 3 mm.
Feuchteschutz als Anstrich oder Spachtellage
Als Anstrich wird Sockelflex Carbon mindestens zweilagig mit Pinsel oder Bürste satt aufgetragen; zwischen den Lagen muss das Material angetrocknet sein. Als Spachtellage gilt eine Mindestschichtdicke von 2 mm. Die Verbrauchsmengen dürfen nicht unterschritten werden. Überstreichbar ist die Fläche mit CarboSol oder Primasil Fassadenfarbe; den Deckputz über Niveau ersetzt das Produkt nicht.
Temperatur und Witterung
Nicht unter +5 °C verarbeiten (Bauwerk, Material, Luft), nicht bei praller Sonne, starkem Wind, Regen ohne Schutz, Nebel oder Taupunktunterschreitung. Diese Bedingungen müssen mindestens 2 Tage nach dem Auftrag eingehalten werden, Vorsicht bei Nachtfrost. Werkzeug sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.
Kühl, trocken und frostfrei lagern. Im original verschlossenen Gebinde ca. 18 Monate lagerstabil. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information und die Hinweise auf dem Gebinde.
Zweikomponentige, carbonfaserverstärkte Klebe- und Armierungsmasse für Sockel und Perimeter. Capatect Sockelflex Carbon weiß auf Copolymerisat-Kunstharzdispersion verklebt und armiert EPS- und XPS-Dämmplatten im Sockelbereich, speziell auf bituminösen Untergründen, und dient als Feuchteschutz im Anstrich oder als Spachtellage bis 30 cm unter und 5 cm über Niveau sowie unter Fensterbänken. Laut TI ist die Masse beständig gegen Frost-Tau-Wechsel mit Tausalzangriff, diffusionsfähig und sehr elastisch.
Untergrund und bauseitige Voraussetzung
Der Untergrund muss trocken, sauber, eben, tragfähig und frei von haftmindernden Rückständen sein; bituminöse Untergründe müssen abgelüftet und durchgetrocknet sein. Voraussetzung ist eine bauseits vorhandene Feuchtigkeitsabdichtung entsprechend DIN 18533, vertikal bis etwa 30 cm über Erdreichoberkante.
Anmischen der zwei Komponenten
Ein Gewichtsteil Pulver wird in zwei Gewichtsteile pastöse Komponente mit langsam laufendem Rührwerk (400 U/min) klumpenfrei eingerührt, ohne Luft einzuschlagen. Weitere Zusätze entfallen; zum Armieren und Spachteln sind höchstens 2 % Wasser möglich, für den Feuchteschutz-Anstrich höchstens 8 %.
Kleben, Armieren und Feuchteschutz
Zum Kleben wird die Masse in der Rand-Wulst-Punkt-Methode auf die Plattenrückseite aufgetragen (Randstreifen ca. 6 cm, drei handtellergroße Batzen), sodass mindestens 40 % Klebekontakt entstehen; Unebenheiten bis ±1 cm werden im Klebebett ausgeglichen. Die Platten werden im Verband von unten nach oben pressgestoßen verlegt. Zum Armieren wird die Masse mit der 12 x 12 mm Zahnspachtel aufgezogen, das Capatect Glasgewebe mit 10 cm Überlappung eingedrückt und nass-in-nass überspachtelt; Mindestschichtdicke 3 mm. Als Feuchteschutz wird zweimal gestrichen oder eine Spachtellage von mindestens 2 mm aufgetragen. Die Masse ersetzt nicht den Deckputz über Niveau; überstreichbar ist sie mit Carbosol oder Primasil.
Trocknung und Witterung
Nicht unter +5 °C (Bauwerk, Material, Luft), nicht bei praller Sonne, Regen ohne Schutz, Nebel oder Taupunktunterschreitung verarbeiten; diese Bedingungen gelten auch zwei Tage nach dem Auftrag. Bei Regen, starkem Wind oder Sonne die Fassade mit Planen schützen. Nass-in-nass in einem Zug arbeiten, nicht mit anderen Produkten verschneiden. Werkzeuge sofort mit Wasser reinigen.
Kühl, trocken und frostfrei lagern; original verschlossen ca. 1 Jahr lagerstabil. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information und die Hinweise auf dem Gebinde.
Alkalibeständiges Glasfasergewebe mit 4 x 4 mm Maschen und 145 g/m² für die Armierungsschicht von WDVS und Unterputzen. Das MIXFIX Glasfasergewebe ist ein alkalibeständiges Armierungsgewebe aus beschichteten Glasfäden (Styrol-Butadien-Rubber) mit abgestimmter Bruchlast und -dehnung, geprüft nach ETAG 004. Es dient zur Bewehrung von Spachtelmassen und ist Bestandteil zur Herstellung bewehrter Unterputze (Armierungsschichten) in den MIXFIX Wärmedämmverbundsystemen sowie für Unterputze. Die Rolle ist 100 cm breit und 50 m lang; bei 10 cm Überlappung reicht sie laut Datenblatt für rund 45 m² Fläche.
Ausführung und Material
Das Gewebe besteht aus Glasfäden mit einer Beschichtung aus Styrol-Butadien-Rubber, die es alkalibeständig gegenüber dem zementären Unterputzmörtel macht. Laut Datenblatt beträgt die Zugfestigkeit 2000 N/50 mm, nach Alterung bleiben 1000 N/50 mm (50 %) erhalten. Die Produktion wird eigenüberwacht und von einer nostrifizierten Stelle fremdüberwacht; das Gewebe ist nicht kennzeichnungspflichtig.
Einsatz und Verarbeitung
Nach dem Abbinden des Klebers werden die Dämmplatten überschliffen und gereinigt; Putzträgerplatten werden nicht überschliffen, sondern nach der Verdübelung mit einer Ausgleichsschicht versehen (Standzeit mindestens 3 Tage). Der Unterputzmörtel wird mit rostfreier Zahnspachtel (10 mm) aufgezogen, das Gewebe in faltenfreien, möglichst durchgehenden Bahnen mit mindestens 10 cm Überlappung eingebettet und nass in nass mit Unterputzmörtel überzogen; die Überdeckung muss mindestens 1 mm betragen (im Überlappungsbereich mindestens 0,5 mm, höchstens 3 mm). An den Ecken von Fenster- und Türöffnungen werden vorher Diagonalstreifen von mindestens 20 x 30 cm eingebettet; Gebäudekanten werden mit MIXFIX Gewebewinkel oder durch 20 cm um die Kante geführte Bahnen mit 10 cm Überlappung ausgebildet, Ichsen sinngemäß. Für mechanisch höher belastete Fassadenteile wird vorab eine zusätzliche Lage Glasfasergewebe oder Panzergewebe stumpf gestoßen in eine Schicht Mörtel eingebettet (Standzeit 24 Stunden). Vor jeder weiteren Beschichtung sind mindestens 7 Tage einzuhalten; Luft-, Material- und Untergrundtemperatur mindestens +5 °C, Fassade vor Sonne, Regen und Wind schützen. Unter dem Gewebe dürfen keine Hohlräume entstehen, beim Entgraten darf das Gitter nicht beschädigt oder freigelegt werden.
Größen und Maße
Die Rolle misst 100 cm x 50 m (50 m²). Mit dem Verbrauch von 1,1 m² je Quadratmeter Fläche ergibt sich laut Datenblatt eine Reichweite von rund 45 m² je Rolle; Diagonalbewehrungen und Kantenumschläge erhöhen den Bedarf.
Pflege
Rollen stehend und trocken lagern und vor Beschädigung schützen.
Stehend und trocken lagern. Maßgeblich sind das aktuelle Produktdatenblatt (Stand 04/2020) und die Hinweise auf der Verpackung.
Lösemittelfreie 2K-Bitumendickbeschichtung mit Polystyrol für die erdberührte Abdichtung von Kellerwänden, Fundamenten und Sockeln und zum Verkleben von Perimeterdämmplatten. Remmers BIT 2K [basic] ist eine lösemittelfreie, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (PMBC) mit Polystyrol auf Basis einer polystyrolgefüllten Kunststoff-Bitumenemulsion und einer Pulverkomponente. Laut Technischem Merkblatt ist sie druckwasserdicht, hochflexibel, dehnfähig und rissüberbrückend, geprüft radondicht, beständig gegen betonangreifende Wässer (DIN 4030 XA3) sowie algen-, fäulnis- und streusalzfest. Sie dient der erdberührten Abdichtung im Neu- und Altbau in den Wassereinwirkungsklassen W1.1-E, W1.2-E, W2.1-E, W3-E und W4-E (nur Spritzwasser) nach DIN 18533, der nachträglichen Bauwerksabdichtung nach WTA-Merkblatt 4-6, als Zwischenabdichtung unter schwimmenden Estrichen und zur Verklebung von Perimeterdämmplatten.
Untergrund und Grundierung
Der Untergrund muss ebenflächig, mineralisch, tragfähig, sauber und staubfrei sein; mattfeuchte Flächen sind zulässig. Betonuntergründe werden am Wand-Sohlen-Anschluss mechanisch abtragend vorbereitet, Grate und Mörtelreste entfernt, Ecken und Kanten gefast oder gebrochen, Innenecken mit geeignetem mineralischem Mörtel ausgerundet und Vertiefungen über 5 mm mineralisch geschlossen; gegebenenfalls einen Hinterfeuchtungsschutz herstellen. Saugende mineralische Untergründe werden mit Kiesol MB grundiert, nicht saugende mit BIT Primer [basic] (1:10 in Wasser), bei notwendiger Untergrundverfestigung in der Sanierung mit Kiesol (1:1 mit Wasser). Als Kontaktschicht und zur Blasenvermeidung wird eine Kratzspachtelung mit dem Produkt hergestellt.
Verarbeitung und Anmischen
Die Pulverkomponente wird vor der Zugabe aufgelockert, getrocknetes Material am Eimerrand entfernt und die Bitumengrundmasse kurz aufgerührt; dann das Pulver vollständig zugeben, ca. 30 Sekunden mischen, eingerührte Luft entweichen lassen, anhaftendes Pulver abstreifen und mindestens 2 Minuten weitermischen, der Ankerrührer bleibt dabei in Bodennähe. Material-, Umgebungs- und Untergrundtemperatur mindestens +5 °C bis maximal +30 °C, die Oberflächentemperatur des Untergrunds muss mehr als 3 K über dem Taupunkt liegen; die Verarbeitungszeit bei +20 °C beträgt über 1 Stunde. Das Produkt wird regelkonform zweilagig aufgetragen, gegebenenfalls mit Armierungsgewebe (Tex 4,8/100) in der ersten Lage; weitere Schichten erst nach ausreichender Verfestigung aufbringen. Direkte Sonne und Wind können zu beschleunigter Hautbildung und Blasen führen; frische Flächen vor Regen, Sonne, Frost und Tauwasser, die trockene Abdichtung vor mechanischer Beschädigung und UV-Strahlung schützen. Werkzeuge (Ankerrührer, Schöpfkelle, Glättkelle, Schichtdickenkelle) sofort mit Wasser reinigen, angetrocknetes Material mit Verdünnung V 101 entfernen.
Verbrauch und Trocknung
Laut Technischem Merkblatt beträgt der Verbrauch ca. 1,2 l/m² je Millimeter Trockenschichtdicke. Für Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser (W1-E) sowie nichtdrückendes Wasser auf erdüberdeckten Decken sind 3 mm Trockenschichtdicke und ca. 3,6 l/m² vorgesehen (ca. 8,3 m² je 30 l), für mäßige Einwirkung von drückendem Wasser bis 3 m Eintauchtiefe (W2.1-E) und W3-E 4 mm und ca. 4,8 l/m² (ca. 6,25 m²); Spritzwasser am Wandsockel (W4-E) wird ebenfalls abgedeckt. Der Schichtdickenzuschlag nach DIN 18533 beträgt ca. 0,6 l/m² für die Kratzspachtelung und ca. 0,5 l/m² bei Arbeit ohne Schichtdickenkelle. Bei vollflächiger Verklebung von Perimeterdämmplatten im Buttering-Floating-Verfahren werden ca. 3,5 bis 4,5 l/m² benötigt, bei punktweiser Verklebung mindestens 1,5 l/m². Die Durchtrocknung dauert ca. 2 Tage bei 20 °C und 70 % relativer Feuchte; die Kombinationsabdichtung mit WU-Betonbodenplatte ist gesondert zu vereinbaren.
Sicherheit und Entsorgung
Laut Sicherheitsdatenblättern (überarbeitet am 23.03.2026) ist für die Bitumenemulsion kein Signalwort erforderlich, die Pulverkomponente trägt das Signalwort Gefahr mit H318 Verursacht schwere Augenschäden. Beim Anmischen Schutzbrille, geeignete Schutzhandschuhe und Schutzkleidung tragen, bei Spritzverarbeitung Atemschutz mit Partikelfilter P2; GISCODE BBP10. Größere Produktreste in der Originalverpackung gemäß den geltenden Vorschriften entsorgen, restentleerte Verpackungen dem Recycling zuführen, nicht in die Kanalisation oder den Ausguss gelangen lassen.
Im ungeöffneten Originalgebinde kühl, trocken und frostfrei mindestens 12 Monate lagerfähig. Maßgeblich sind das aktuelle Technische Merkblatt 0871 (TM-25, 07/25), die Sicherheitsdatenblätter beider Komponenten und die Hinweise auf dem Gebinde.
Bitumen- und lösemittelfreie 2K-Reaktivabdichtung, die Dichtungsschlämme und Dickbeschichtung in einem Produkt vereint – über 3 mm rissüberbrückend, nach 18 Stunden durchgetrocknet. Remmers MB 2K (Multi-Baudicht 2K) ist eine zweikomponentige multifunktionale Bauwerksabdichtung aus Polymerbindemittel, Zement, Additiven und Spezial-Füllstoffen. Laut Technischem Merkblatt vereint sie die Eigenschaften flexibler, rissüberbrückender mineralischer Dichtungsschlämmen (MDS) und von Bitumendickbeschichtungen (PMBC): Sie ist druckwasserdicht, hochflexibel und dehnfähig, haftet auch auf nicht mineralischen Untergründen wie Kunststoffen und Metallen, ist UV-, frost- und tausalzbeständig, überstreich- und überputzbar, radondicht geprüft und sehr emissionsarm (EMICODE EC1 Plus). Eingesetzt wird sie für Neubau- und Schnellabdichtungen, Horizontalabdichtungen in und unter Wänden, nachträgliche Bauwerksabdichtung nach WTA, Einbautiefen über 3 m, Anschlüsse an WU-Beton, Sockel- und Fußpunktabdichtung, Abdichtung im Verbund, als Haftbrücke auf Altbitumen und zur Verklebung von Perimeterdämmplatten.
Untergrund und Vorbereitung
Der Untergrund muss eben, tragfähig, trocken, sauber, staubfrei sowie frei von Öl, Fett und Trennmitteln sein; saugfähige mineralische Untergründe (kein selbstverdichtender Beton) dürfen mattfeucht sein, nicht mineralische und porenfreie Untergründe werden aufgeraut. Grate und Mörtelreste entfernen, Ecken und Kanten fasen oder brechen, Vertiefungen über 5 mm mit geeignetem Spachtel oder MB 2K im Verschnitt mit Quarzsand (1:1 bis 1:3) schließen; optional eine Dichtungskehle herstellen, KG-Rohre aufrauen, Metallrohre reinigen und anschleifen. Übergänge, Anschlüsse und Fugen an nicht mineralischen Bauteilen werden mit Fugenband Tape VF verstärkt. Saugende mineralische Untergründe mit Kiesol MB grundieren; als Kontaktschicht und zur Blasenvermeidung wird eine Kratzspachtelung mit dem Produkt hergestellt (ca. 500 g/m²), die nicht als Abdichtungslage zählt. Nicht auf unbehandeltem Aluminium einsetzen.
Verarbeitung und Anmischen
Im Kombigebinde wird die Flüssigkomponente A mit geeignetem Mischwerkzeug aufgemischt, die aufgelockerte Pulverkomponente B vollständig zugegeben, ca. 1 Minute gemischt, eingerührte Luft entweichen gelassen, anhaftendes Pulver vom Rand abgestreift und der Mischvorgang für ca. 2 Minuten fortgesetzt; das Mischwerkzeug bleibt dabei in Bodennähe. Material-, Umgebungs- und Untergrundtemperatur mindestens +5 °C bis maximal +30 °C, die Untergrundtemperatur mindestens 3 K über dem Taupunkt; Verarbeitungszeit bei +20 °C 30 bis 60 Minuten. Senkrechte und waagerechte Flächenabdichtungen sowie Horizontalabdichtungen in und unter Wänden werden regelkonform zweilagig aufgetragen, die maximale Gesamtnassschichtdicke beträgt 5 mm; Innenecken, Anschlussfugen und Fugen an Dämmplatten werden mit Tape VF blasen- und faltenfrei eingebettet, Rohrdurchführungen kehlenförmig (W1-E) oder mit Flansch (W2.1-E) eingebunden. Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung verarbeiten, angesteiftes Material nicht wieder aufmischen, die frische Abdichtung vor Regen, Sonne, Frost und Tauwasser schützen. Nach ca. 4 Stunden kann mit Klebe-, Spachtel- oder Armierungsmörtel (z. B. VM Fill) überarbeitet werden, bindemittelreiche Dispersionsfarben können direkt aufgebracht werden; Werkzeuge im frischen Zustand mit Wasser reinigen.
Verbrauch und Trocknung
Laut Technischem Merkblatt beträgt der Verbrauch mindestens 1,1 kg/m² je Millimeter Trockenschichtdicke, 1,1 mm Nassschicht ergeben ca. 1 mm Trockenschicht. Für Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser (W1-E) sowie Spritzwasser am Sockel (W4-E) sind 2 mm Mindesttrockenschichtdicke und ca. 2,2 kg/m² vorgesehen (ca. 11,3 m² je 25 kg), für mäßig drückendes Wasser (W2.1-E), nichtdrückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken (W3-E) und Behälter bis 8 m Füllhöhe (W2-B) 3 mm und ca. 3,3 kg/m² (ca. 7,5 m²), für hohe Einwirkung von drückendem Wasser (W2.2-E) 4 mm und ca. 4,4 kg/m² (ca. 5,6 m²). Der Schichtdickenzuschlag nach DIN 18533 beträgt ca. 0,5 kg/m² für die Kratzspachtelung und ca. 0,4 kg/m² bei Arbeit ohne Schichtdickenkelle. Die Durchtrocknung dauert ca. 18 Stunden für 2 mm bei 5 °C und 90 % relativer Feuchte bzw. ca. 9 Stunden bei 23 °C und 50 %; die Rissüberbrückung von 3 mm gilt bei 3 mm Trockenschichtdicke.
Sicherheit und Entsorgung
Laut Sicherheitsdatenblättern (Version 9) trägt die Flüssigkomponente das Signalwort Achtung mit H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen, die Pulverkomponente Achtung mit H319 Verursacht schwere Augenreizung und H412 Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Das Produkt enthält ein Biozidprodukt (Topfkonservierungsmittel CMIT/MIT (3:1)) zum Schutz des Gebindeinhalts; GISCODE ZP1. Schutzhandschuhe und Augenschutz tragen, in geschlossenen Räumen für ausreichende Belüftung sorgen. Größere Produktreste in der Originalverpackung gemäß den geltenden Vorschriften entsorgen, restentleerte Verpackungen dem Recycling zuführen, nicht in die Kanalisation gelangen lassen.
Im ungeöffneten Originalgebinde kühl, trocken und frostfrei mindestens 9 Monate lagerfähig. Maßgeblich sind das aktuelle Technische Merkblatt 3014 (TM-39, 05/25), die Sicherheitsdatenblätter beider Komponenten und die Hinweise auf dem Gebinde.