Caparol CapaWood Aqua TopOil Holzöl farblos
Wasserbasiertes, nicht schichtbildendes Holzöl mit Filmschutz für Holzfassaden, Schindeln und Lärche außen – farblos; Wunschfarbton, Grey und Silver: 042-144.
- Fachhändler aus Österreich
- Beratung aus der Praxis
- Original vom Hersteller
Beschreibung
Wasserbasiertes, nicht schichtbildendes Holzöl mit Filmschutz für Holzfassaden, Schindeln und Lärche außen – farblos; Wunschfarbton, Grey und Silver: 042-144. CapaWood Aqua TopOil ist ein wässriges Holzöl auf Basis von Sojaöl (mindestens 7,5 % im Bindemittel) für nicht maßhaltige und nicht statisch beanspruchte Holzbauteile gemäß Ö-Norm B 3801 – etwa Holzhäuser außen, Fassadenschalungen, Holzschindeln, Terrassenböden und sandgestrahlte Altholzoberflächen. Es bildet keine Schicht, dringt gut ins Holz ein und ist laut Technischer Information witterungsbeständig, mit hervorragendem UV-Schutz und auf allen Hölzern anwendbar, auch auf Lärche. Die farblose Ausführung trocknet matt auf und lässt den natürlichen Holzton stehen. Nicht geeignet ist das Öl für Holz in dauerhaftem Erd- oder Wasserkontakt, für Holz mit Kontakt zu unverpackten Lebens- oder Futtermitteln und als Alleinbeschichtung tragender oder maßhaltiger Bauteile; für Innenräume nennt der Hersteller CapaWood Aqua TopOil Pure.
Untergrund und Vorbereitung
Die Holzfeuchte darf bei nicht maßhaltigen Bauteilen höchstens 18 % betragen (Ö-Norm bzw. BFS-Merkblatt 18). Vor dem Beschichten Staub, Schmutz, Harzgallen, Fette und Öle entfernen, Schleifstaub und lose Reste alter Anstriche gründlich abbürsten; Silikonreste führen zu Verlaufstörungen. Neue, glatte und gehobelte Holzoberflächen gründlich reinigen, austretende Holzinhaltsstoffe wie Harze und Harzgallen entfernen und bei Bedarf in Faserrichtung anschleifen. Bei der Wartung eines bestehenden Aufbaus mit CapaWood Aqua TopOil die tragfähige Beschichtung anschleifen und gründlich reinigen; zur reinigenden Vorbehandlung eignen sich Reiniger oder Holzentgrauer auf wässriger Basis. Rohes Holz im Außenbereich unmittelbar vor der Bewitterung beschichten – sonst bildet sich eine Trennschicht, die die Anstrichhaftung mindert und mit baustellenüblichen Prüfungen nicht erkennbar ist.
Verarbeitung
Vor Gebrauch gut aufrühren, unverdünnt verarbeiten und nicht mit anderen Produkten mischen. Neues Holz mindestens zweimal streichen, den Erstauftrag allseitig; ein Zwischenschliff nach dem ersten Auftrag ist nur nötig, wenn er unbedingt erforderlich ist, Schleifstaub dabei nicht einatmen. Wartungsanstriche erfolgen ein- bis zweimal. Das Öl eignet sich für die Spritzapplikation und für industrielle Verfahren wie Vakuumatanlagen oder Sprühtunnel; beim Spritzen gelten die zusätzlichen Vorgaben zur Schutzausrüstung aus dem Sicherheitsdatenblatt (Spritznebel nicht einatmen, Kombifilter A2/P2). Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur mindestens 5 °C, günstig sind 10 bis 25 °C, relative Luftfeuchte höchstens 80 %. Zum Streichen eignen sich am besten Pinsel mit Kunststoffborstenmischung, fein zulaufender Spitze und rostfreiem Stahl (z. B. Caparol NatureLine oder Storch Aqua Top); Werkzeug nach Gebrauch mit Wasser und gegebenenfalls Spülmittel reinigen. Der Hersteller empfiehlt Nitrilhandschuhe.
Verbrauch und Trocknung
Auf glatten, gehobelten Holzoberflächen liegt der Streichauftrag bei ca. 40–60 ml/m² je Anstrich, auf sägerauen Oberflächen bei ca. 90–110 ml/m²; Untergrund und Holzfeuchte beeinflussen Verbrauch und Farbton, exakte Werte liefert nur eine Probebeschichtung. Bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte ist die Fläche nach ca. 0,5 Stunden grifffest, nach ca. 1 Stunde überstreichbar und nach ca. 10 Stunden regenfest; niedrigere Temperaturen, höhere Luftfeuchte oder geringer Luftwechsel verzögern die Trocknung. Horizontale Flächen wie Terrassen verwittern bei Gehbelastung naturgemäß rascher und brauchen eine Anstrichpflege in kürzeren Abständen. Für eine lange Haltbarkeit beschichteter Holzfassaden empfiehlt Synthesa Rift- und Halbriftbretter, senkrecht montierte Schalungen und sägeraue statt gehobelte Oberflächen; was am konstruktiven Holzschutz versäumt wurde, gleicht keine Beschichtung aus, und bei Beschichtung oder Renovierung gilt die Prüf- und Warnpflicht nach ÖNORM B 2230-1.
Farbtöne
Diese Ausführung ist die farblose Basis: matt, ohne Pigmentierung, der Holzton bleibt sichtbar. Die Synthesa-Produktübersicht (Sedcard) sieht die farblose Variante für vertikale Flächen vor. Wer eine Farbgebung, den Grey- oder Silver-Effekt oder eine gezielte Vorvergrauung möchte, bekommt das Öl als Wunschfarbton nach CapaWood Classic und Grey&Silver Farbtonfächer sowie in Sonderfarbtönen über ColorExpress – im Shop als CapaWood Aqua TopOil Wunschfarbton (Art.-Nr. 042-144). Holzeigenfärbung und Auftragsmenge beeinflussen den Farbton; Musterflächen immer mit dem Originalprodukt auf der originalen Holzoberfläche anlegen. Der Glanzgrad kann je nach Holzoberfläche, Verbrauch und Holzart variieren.
Kühl, frostfrei und verschlossen lagern, vor hohen Temperaturen schützen; original verschlossene Gebinde sind mindestens 3 Jahre lagerstabil. Maßgeblich sind die aktuelle Technische Information Nr. 2087 (Stand 09/2026), das Sicherheitsdatenblatt und die Hinweise auf dem Gebinde.